Harry hack

Zeit für Veränderungen

Kommunale Daseinsvorsorge

Das Bild der Stadt Neckarbischofsheim und ihrer Stadtteile Helmhof und Untergimpern zeichnet sich durch die Grünflächen, Spielplätze, Friedhöfe, Sportstätten, Straßen, Wege, Plätze und öffentlichen Gebäude aus. Sie sind Teil des kommunalen Vermögens und prägen das, was die Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen Jahrzehnten erschaffen und erhalten haben.

Die notwendige öffentliche Infrastruktur weiterhin bereitzustellen und zu unterhalten ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Die Verantwortung dafür liegt maßgeblich bei der Verwaltung und dem Gemeinderat der Stadt Neckarbischofsheim.

Öffentliche Infrastruktur zu "managen" bedeutet aber auch, sie für die Zukunft strategisch auszurichten, indem die Nutzung der öffentlichen Gebäude und die Grünflächengestaltung neu ausgerichtet werden muss.

Hierzu gehören meiner Meinung nach ein Portfoliomanagement für die öffentlichen Gebäude und eine effektivere Organisationsform des städtischen Bauhofs. 

Die effiziente Steuerung des Personaleinsatzes und der Arbeitsorganisation, eine neue Definition der Pflegestandards und der Dienstleistungsqualität, sowie das richtige und wirtschaftliche Maß an Fremdvergabe und Eigenleistungen im städtischen Bauhof können im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit große Synergieeffekte schaffen. Die sechs Kommunen im Gemeindeverwaltungsverband Waibstadt müssen sich hier zusammensetzen, um mit ihren vorhandenen Ressourcen wirtschaftlicher zu handeln.

Im Rahmen der Erstellung des Portfoliomanagements muss kritisch hinterfragt werden, welche Auswirkungen Neubauprojekte auf die folgenden Haushalte haben. Die städtischen Immobilien müssen künftig mit einer wirtschaftlichen Steuerung verbunden werden. Je besser dies gelingt, umso eher kann eine nachhaltige Haushaltsentlastung erzielt werden.

Die sachgerechte Instandhaltung des vorhandenen Immobilienbestands erfordert eine angemessene Mittelbereitstellung. Eine vernünftige Instandhaltungsstrategie trägt zur Haushaltskonsolidierung bei, da spätere unproportional teure Reparaturen und Sanierungen durch rechtzeitige Instandsetzung verhindert werden.

Die größte "Fehlentscheidung" der letzten Jahre war der Bau des Kindergartens in Untergimpern für ca. 1,2 Mio. Euro. Zunächst wurde dieser an einem für mich unmöglichen Standort errichtet, zum Weiteren hätte man mit mehr "Weitblick" auf dem bisherigen Standort ein Gebäude für die Kinderbetreuung und die Freiwillige Feuerwehr errichten können, das wirtschaftlicher zu unterhalten gewesen wäre. In der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt Neckarbischofsheim wird eine neues Gebäude für die Freiwillige Feuerwehr Untergimpern in Höhe von 1,5 Mio. Euro ausgewiesen, das für die Zukunft immense Haushaltsmittel bindet.

Damit dieser "Fehler" nicht wiederholt wird, müssen beim angedachten Bau der Sporthalle in Neckarbischofsheim der Standort, die Wirtschaftlichkeit und die verkehrsmäßige Erschließung umfassend mit den Bürgerinnen und Bürgern, bspw. in einer Einwohnerversammlung, diskutiert werden.

Ich freue mich auf die Diskussionen mit Ihnen über die künftige Entwicklung der Stadt Neckarbischofsheim und ihren Stadtteilen Helmhof und Untergimpern im Bereich "Kommunale Daseinsvorsorge"!

 
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